Sei stur mit deinen Zielen, aber flexibel mit dem Weg dorthin.

 

 

Über Anleihen-Flexitarier und unbegründete Ängste, bestehende (Banken)Beziehungen zu gefährden

Unternehmen können sich in Zukunft zu Anleihen-Flexitarier* wandeln: Plain Vanilla-Bonds digital ausgeben, Sonderfinanzierungen über die Hausbank regeln. Damit bleibt die Angst vor Wahl unbegründet.

Gemäss einer Studie der deutschen Innovation Alliance, einem Verbund führender Hersteller aus der IT-Branche, sehen Führungskräfte in der Digitalisierung ein Instrument der Leistungssteigerung und eine Herausforderung in ihrer Verantwortung im Unternehmen. Die Studie untersucht dabei auch psychologische Aspekte der Digitalisierung: Einer betrifft die Zurückhaltung aufgrund von Ängsten. Diese sind in Finanzabteilungen grösser als beispielsweise auf Stufe Management und Verwaltungsrat. Ein ähnliches Bild ergibt sich, wenn untersucht wird, wo digitale Alternativen auf grössere Zurückhaltung stossen. Wer sich mit Finanzfragen beschäftigt, neigt nicht nur gemäss dieser Studie zu konservativem Verhalten bei Veränderungen im Zug der Digitalisierung. Vergleichbar verläuft die Entwicklung im digitalen Anleihenmarkt.


Digital ja, aber selbstbestimmt. Wie nach der Pandemie in unserem persönlichen Verhalten.

Und wie gehen wir persönlich mit digitalen Veränderungen um? Erstaunlich offen und selbstbestimmt. Insbesondere die Pandemie hat uns gezeigt, dass digitale Instrumente Mittel zum Zweck sind, um uns das Leben und die Arbeit erleichtern zu können. Auch hier gilt jedoch, dem psychologischen Moment Rechnung zu tragen: Wir wollen noch mehr selbstbestimmt entscheiden, wann wir uns per Videokonferenz austauschen und wann wir uns lieber im Team im Büro treffen. 


Hinter der Zurückhaltung steckt oft Angst. Unbegründete Angst.

Manche mögen einwerfen: «Wer die Wahl hat, hat die Qual!». Natürlich müssen wir entscheiden, wann wir den digitalen Weg gehen und wann wir uns an Altem festhalten. Interessanterweise neigt insbesondere der Kapitalmarkt dazu, hier in ein Schwarz-weiss-Muster zu verfallen. Dies zeigen uns die Gespräche, welche wir mit Emittenten, Banken und Investoren seit der Gründung von Valyo vor zwei Jahren führen. In diesen Gesprächen geht es um das Aufzeigen des digitalen Emissionsprozesses. Aber meist geht es indirekt auch um Ängste. Die Angst, bestehende Beziehungen mit Banken zu gefährden, wenn das Unternehmen digital über Valyo emittiert. Unausgesprochen geht es auch um die Befürchtung, Nachteile in Kauf nehmen zu müssen, zum Beispiel die Reduktion oder Streichung von Freilimiten für die Anlage von Überschussliquidität durch die Bank.

Eines ist klar: Solche Ängste sind oft unbegründet. Die Digitalisierung im Emissionsprozess dient in erster Linie als ein Instrument der Diversifikation. Sie verschafft dem Unternehmen grössere Unabhängigkeit und lässt den Markt der Anbieter besser spielen. Wir als Valyo sehen uns hier in der Verantwortung: Wir verfügen nicht nur über die Instrumente, welche es ermöglichen, eine Unternehmensanleihe sicher, effizient und vollständig digital durchzuführen – bei 30 bis 50 Prozent tieferen Kosten. Es ist auch unsere Aufgabe, die Ängste anzusprechen, welche einen Entscheid, ob das Unternehmen digital emittiert oder nicht, beeinflussen können.


Anleihen-Flexitarier lieben den digitalen Weg, verschmähen aber Althergebrachtes nicht.

Denn die Wahl soll nicht zur Qual werden. Es liegt auf der Hand, dass trotz Digitalisierung Anforderungen im Kapitalmarkt bleiben. Komplexe Anleiheemissionen eignen sich weniger für die digitale Emission. Plain Vanilla Bonds sind für digitale Emission zweifelslos prädestiniert. Insbesondere auch, weil im Schweizer Kapitalmarkt überwiegend auch solche erfolgen.

Wir sind überzeugt, dass wir vor allem im Schweizer Kapitalmarkt mehr Anleihen-Flexitarier sehen werden. Viele Faktoren der Digitalisierung sprechen dafür. Unternehmen werden sich auch im Emissionsprozess vermehrt digital bewegen. Und wenn sie komplexe, beratungsintensive Anleihen planen, werden sie auf die Bank zurückgreifen. Dies sehen wir als eine gesunde Marktentwicklung. Darauf arbeiten wir hin.


* Der Anleihen-Flexitarier ist ein Unternehmen, das seinen Finanzbedarf überwiegend über digitale Emissionen deckt, aber auch gelegentlich den angestammten Bankenweg wählt, wenn beispielweise eine komplexe Transaktion ansteht.
 

Kill a stupid rule!

 

Das ist belebend, erfrischend und motivierend.
Fokussieren Sie sich wieder auf das Wesentliche und vereinfachen Sie Ihren Alltag. Regeln haben grundsätzlich kein Ablaufdatum, weshalb es sinnvoll ist, sie regelmäßig zu hinterfragen.

Primärmarkt für Anleihen:
Direkte Kontakte, klare Regeln, faire Preise

Verkäufer und Käufer im direkten Dialog und eine korrekte Preisfindung mit einer geschlossenen Auktion – mit einem Spread Range basierend auf der Bid-Ask-Kurve des Sekundärmarktes: Das bietet Valyo jetzt erstmals auch für den Primärmarkt von Anleihen. Das innovative Konzept verbannt die bisher übliche Intermediation in die Mottenkiste. Das wird die Emittenten und Investoren freuen, weil sie damit einen Preis erhalten, der Angebot und Nachfrage genau reflektiert.


Im Sekundärmarkt für Anleihen findet die Preisfindung an Börsen und anderen Handelsplätzen statt. Wie bei jedem Marktplatz bestimmen das Angebot und die Nachfrage den Preis. Eines ist dabei aber stets gleich: Käufer und Verkäufer stehen sich direkt gegenüber. 


Undurchsichtiger Primärmarkt

Ganz anders sieht die Situation im Primärmarkt aus: Hier steht zwischen dem Investor (Käufer) und dem Emittenten (Verkäufer) stets ein Intermediär – die Bank. Das führt nicht nur zu einer asymmetrischen Informationsverteilung, sondern auch zu hoher Intransparenz. So werden sowohl das Bookbuilding als auch die Allokation von den Banken durchgeführt – ohne Einsichtsmöglichkeit für Emittenten und Investoren und ohne klare und transparente Regeln. Da fragt man sich zu Recht, wer hat ein Interesse an dieser Intransparenz. Und weil die Preisspanne (Spread Range) von den Banken aufgrund eigener Einschätzungen definiert wird, ist auch die Frage zulässig, ob der Emissionspreis dem optimalen Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage entspricht. 


Kill a stupid rule!

Was also ist zu tun, um diese Intransparenz aufzuheben und eine symmetrische Informationsverteilung zu erreichen? Das Rezept ist ebenso simpel wie effizient: Kill a stupid rule! Oder etwas weniger brachial ausgedrückt: Wir lösen die bis heute von den Banken praktizierte Intermediation durch Disintermediation ab. Dabei stehen sich Emittent und Investor direkt gegenüber. Das Bookbuilding wird durch eine Auktion bestimmt – und die Allokation folgt klaren, lückenlos kommunizierten Regeln, wie sie am Sekundärmarkt seit Jahren üblich sind (Matching Rules). 


Mit geschlossener Auktion zum optimalen Preis

Für eine faire Preisfindung im Primärmarkt für Anleihen bieten sich Auktionen an. Valyo hat sich entschlossen, dem Ansatz der Schweizerischen Nationalbank und der US-Notenbank (Fed) zu folgen, und setzt deshalb auf die geschlossene, holländische Auktion mit uniformer Preistechnik. Dabei geben die Investoren ihre individuellen Gebote ab, ohne jene der anderen Käufer zu kennen. Die Allokation erfolgt anschliessend für alle Investoren zum selben Preis (bzw. Spread), bei dem das Volumen der Emission erreicht wird. Dieser Ansatz folgt der Annahme, dass der institutionelle Investorenkreis im Schweizer Kapitalmarkt relativ klein ist und die Teilnehmer gut informiert sind.


Echter Marktpreis für unverfälschte Bewertung

Wird die Preisfindung im Primärmarkt für Anleihen am effektivsten in einer Auktion ermittelt, so sollte diese im Idealfall direkt zwischen dem Emittenten und den Investoren stattfinden. Die vom Verkäufer zu Beginn der Auktion festgelegte Spread Range kann sich an der Sekundärmarktkurve orientieren und wird daher tendenziell eher breiter sein als beim herkömmlichen Bookbuilding. Das erlaubt dem Markt, einen optimalen Preis zu finden. Der Vorteil dieses «echten» Marktpreises liegt in der unverfälschten Bewertung einer bestimmten Anleihe zu einem gegebenen Zeitpunkt. Ausserdem haben damit alle Auktionsteilnehmer die Gewissheit, den richtigen Preis erzielt zu haben.


Valyo bringt zusammen, was zusammengehört

Während der Sekundärmarkt für Anleihen vollständig digitalisiert und entsprechend transparent ist, besteht beim Primärmarkt diesbezüglich ein grosses Aufholpotenzial. Mit direkten Auktionen zwischen Emittenten und Investoren sorgt Valyo für maximale Transparenz und garantiert stets einen Marktpreis der Angebot und Nachfrage reflektiert. Während Valyo den Emittenten den Ansatz mit einer weiten Spread Range empfiehlt, ist auch der Ansatz mit einer engen Preisspanne möglich. In jedem Fall bietet Valyo mit dem revolutionären Ansatz der Disintermediation im Primärmarkt für Anleihen allen Beteiligten Fairness, Transparenz und eine effiziente Preisfindung.